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Über Neongrau

Unser Ziel ist es, ein klassisches Writing-Magazin machen, das seinen Gegenstand ernst nimmt, sowohl auf ästhetischer als auch auf inhaltlicher Ebene. Wir möchten gute Fotos mit guten Pieces zeigen, mit einem klaren Fokus aufs Trainwriting. Gleichzeitig möchten wir, ohne jeden Anspruch auf Objektivität, dem aktuellen Geschehen Rechnung tragen und Abbilden, was gerade im zeitgenössischen Writing passiert.  

 In Zeiten unzähliger Graffiti-Seiten im Internet stellt sich zu recht die Frage: Warum bringt man noch ein neues Magazin heraus? Anders als im Internet, wo Graffiti inflationär und achtlos und noch kurzlebiger als in seinem Urspungsmedium auftritt, kann ein Magazin Beständigkeit bieten, qualitativ selektieren, das einzelne Bild wertschätzen und in einen Kontext stellen.  

Die NEONGRAU verfolgt ein einfaches Gestaltungsprinzip: Simples Raster, schlichte Gestaltung, durchdachte und ausgeglichene Komposition, ohne allzu bemühtes Artwork, wir sind kein Design- oder Lifestylemagazin, wir wollen nicht besonders arty oder hip daher kommen, sondern, wie bereits erwähnt, einfach ein klassisches Graffiti-Fanzine machen, das die einzelnen Pieces in den Vordergrund stellt. Die verschiedenen Sektionen des Magazins sind nach Untergrund bzw. Trägermedium gegliedert, um dieses nicht unwesentliche Bestandteil der Pieces in seinem ästhetischen Stellenwert zu würdigen. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt verdankt sich der Einsicht, dass Graffiti zu einem nicht geringen Teil aus Über-Graffiti-Reden besteht. Diese sprachliche Dimension möchten wir auf ein halbwegs anspruchsvollens, interessantes und unterhaltsames Niveau bringen. Deswegen gibt es in jeder Ausgabe verschiedene Textbeiträge – von der Reportage, über die Glosse zum Essay – die das Phänomen Graffiti, in seiner Gesamtheit und all seinen abseitigen Aspekten, mit sprachlichen Mitteln, durch Interpretation, Poesie, Kritik, zu erschließen versuchen. Unser publizistischer Anspruch ist es, ein Graffitimagazin zu machen, das nicht nur aus einer Aneinanderreihung von Fotos besteht, sondern redaktionelle Inhalte und Raum für Diskurs bietet.